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Wie groß sind Projekte sozialer Arbeit?

Um ein Projekt in eine Größenordnung zu bringen, lassen sich zunächst die Faktoren „Finanzen" und „Zeit" aus dem magischen Dreieck mit heranziehen. Ein hohes Budget ist ein guter Anhaltspunkt für die Projektgröße, ebenso die Projektdauer. Auch die personelle Ausstattung sowie das Maß an Komplexität geben Auskunft darüber, welchen Umfang ein Projekt hat.

Es gibt in der Literatur keine einheitliche Definition dieser Messgröße. Generell muss die Einschätzung immer direkt in der Organisation und der betreffenden Einrichtung erfolgen. Denn ein kleineres Projekt bei einem großen Träger mit eigener Organisationsentwicklung kann bei einer kleinen Einrichtung durchaus ein Großprojekt sein. Es liegt also an den Maßstäben, die Sie dafür ansetzen.

Zur Orientierung lassen sich für den Bereich sozialer Arbeit, in Anlehnung an Burghardt (2013), grobe Faktoren für die unterschiedlichen Projektgrößen im Umfeld sozialer Organisationen kategorisieren.

Die Personenanzahl sowie die voraussichtliche Projektdauer sind sehr aussagekräftige Faktoren, die auch einen Hinweis auf die Komplexität geben. Je mehr Kompetenzen aufgrund der Komplexität in einem Projekt benötigt werden, desto mehr Personen sind notwendig, um diese Kompetenzen mit einzubringen. Ebenso können derartige Projekte selten in zwei oder drei Monaten abgeschlossen werden. Mit der Projektgröße steigen die Anforderungen an Projektleitende sowie an ein Projektteam: Je komplexer ein Projekt ist, umso wichtiger werden die Themen Aufgabenkoordination, Zeitmanagement, Teamarbeit, Führung und Kontrolle. Beim Budget liegen eher grobe Richtwerte zugrunde, denn auch ein mittleres Projekt, das von fünf Mitarbeitenden durchgeführt wird, kann intensive Kosten beinhalten.

Mit der Projektgröße steigt in der Regel auch die Anzahl sinnvoller Meilensteine, an denen sich Team und Stakeholder orientieren können.

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